|
|
„Eclectic, often manic, always unpredictable, Accordions Go Crazy continue to assault musical barriers with the relish of a Berlin Wall demolition crew.“
Brian Peters (Folk Roots)
Britisches Akkordeonensemble mit eklektizistischem Ansatz, das alle akkordeonrelevanten Musikgenres von traditionell bis avantgardistisch abgraste. Accordeons Go Crazy wurden 1985 von Mike Adcock (piano-acc, piano, voc) gegründet. Dessen Begeisterung für dieses Instrument nahm ihren Anfang, als er mit seiner norwegischen Frau ein norwegeisches Akkordeon-Festival besuchte. Sein besonderes Interesse galt aber Tex-Mex, Cajun und Zydeco. In Clive Bell (p-acc, fl, khene, voc) fand die Band einen Spezialisten für World Music, insbesondere asiatische Flötenmusik. Stuart Jones (p-acc, b-g, trumpet, voc) war der Verbindungsmann zur Avantgarde, er hatte bereits mit Stockhausen und John Cage zusammengearbeitet. Sylvia Hallett (piano-acc, trombone, violin, voc), welche der Band schräge Kompositionen beisteuerte, arbeitete zugleich für das Extemporary Dance Theatre. Komplett waren Accordions Go Crazy mit Dean Speedwell Brodrick (piano-acc, perc, voc, bassoon) und Nicola Hadley (p-acc, perc, voc). Das Repertoire dieses Ensembles, das seine größten Erfolge in Deutschland, Österreich und der Schweiz feierte, ließ wenig zu wünschen übrig: englische, rumänische, ungarische und skandinavische Volkstänze, Klezmer, Tango, Zydeco, Cajun, Tex-Mex, Rock’n’Roll, Eigenkompositionen und Kompositionen von Kurt Weill, Philip Glass, Steve Reich oder John Cage, sowie schräge Versionen von Popsongs wie Huey Smiths’ Sea Cruise, Roy Woods See My Baby Jive, I Never Could Take The Place Of Your Man von Prince, Lou Reeds Take A Walk On The Wild Side oder Blondies Heart Of Glass. Ihren Einstand feierten Accordions Go Crazy bei einem Benefizkonzert anlässlich des Großen Bergarbeiterstreiks an der Seite von Billy Bragg. Accordions Go Crazy bestanden bis Mitte der 90er Jahre. |
|