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Zoë Conway is a renowned fiddle player from Ireland who has toured worldwide both as a soloist with Riverdance and as an solo artist. She has released two solo albums and a DVD to date, and is currently composing a violin concerto for fiddle and orchestra. Find out more at her website www.zoeconway.com


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    Scottish Small Pipes  
  Artikel zu Instrument  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

Bei den Scottish Small Pipes u. den Northumbrian Small Pipes handelte es sich noch im 18. Jahrhundert, dem ersten Säkulum ihres Bestehens, um den gleichen Dudelsacktyp, ehe findige Instrumentenbauer bei zweiterer die Spielpfeife (Chanter) am unteren Ende zu verschließen begannen, um den Luftdruck zu verstärken, u. per Klappensystemen den Tonumfang erweiterten. Doch während sich die Northumbrian Small Pipes in ungebrochener Kontinuität bis heute erhielten, starb ihr älterer Bruder, die Scottish Small Pipes, im Laufe des 19. Jahrhunderts aus u. wurde erst zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts rekonstruiert. Wie bei NSP u. den irischen Uilleann Pipes wird bei diesem Dudelsack die Luft nicht per Mund, sondern mit einem an der Hüfte befestigten ledernen Blasbalg zugeführt, weshalb er in Schottland auch „Cauld Wind Pipes“ genannt wurde. Sein Chanter ist zylindrisch gebohrt, besitzt keine Klappen u. wird genauso gegriffen wie die Highland Pipes. Mit den so genannten Border Pipes, einer Art balggeblasenem Missing Link zwischen SSP u. Highland Pipes, teilt er sich auch die Bezeichnung Lowland Pipes. Scottish Small Pipes sind im Klang dunkler als ihre nordenglische Schwester. Wiederentdeckt u. -gebaut wurden sie um 1980 vom nordenglischen Instrumentenbauer, Northumbrian-Pipes- u. Fiddlespieler Colin Ross, seines Zeichens seit Beginn der 60er Jahre Mitglied der Folk-Revival-Band High Level Ranters. Als Vorlage diente ihm dabei eines der letzten erhaltenen Sets in F. Seither erleben die SSP in der schottischen Folk-Szene eine bemerkenswerte Renaissance u. werden in den Tonlagen A, Bb, C u. D konstruiert. Vor allem Hochlanddudelsackspieler gönnen sich eine Atempause u. stürzen sich auf dieses aparte Instrument mit dem smarten brummenden, aber trotzdem nicht gefälligen Sound. Iain MacInnes von der Power-Folkband Tannahill Weavers u. Dougie Pincock, allen voran aber Instrumentenbauer u. Dudelsackvirtuose Hamish Moore haben es erstmals in einen modernen Bandsound integriert, weitere bedeutende Protagonisten der 80er Jahre waren Robert Wallace (The Whistlebinkies), Gordon Mooney u. Fiddler Ian Hardie. Ganze Pipebands stiegen auf SSP um, u. der Sound von einem Dutzend unisono erklingenden Small Pipes ist sehr reizvoll, besonders wenn er zu den dahinswingenden- u. galoppierenden Melodiewindungen des Reels erschallt u. von brasilianischer Sambapercussion angeheizt wird, wie etwa beim Glasgower Ensemble Mac Umba. Besser als sein lauterer u. martialischer Onkel, der mundgeblasene Hochlanddudelsack, eignet sich jener für eleganten Crossover, wenn also schottischwurzeliger Folk mit Funk, Jazz, Trance, Acid etc. unter die Haube gebracht werden soll, wie neuerdings vor allem Martyn Bennett, besagter Hamish Moore, Anne Murray u. Simon Thoumire vorführen. Während also die von glückreichen Schlachten u. unglücklicher Hochlandliebe zeugenden Highland Pipes noch immer mit der Bürde kämpfen, ihrem touristischen Image zu entfliehen, haben die Scottish Small Pipes über 200 Jahre im Museum ein Schönheitsnickerchen gemacht u. können sich nun - jugendlich frisch u. dekadent in Samt gewandet - unbemerkt zwischen den Touristen durchschleichen u. die nächste Party anstreben. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, zum Clubbing- u. Jet-Set-Dudelsack des frühen 21.Jahrhunderts zu avancieren.