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Zoë Conway is a renowned fiddle player from Ireland who has toured worldwide both as a soloist with Riverdance and as an solo artist. She has released two solo albums and a DVD to date, and is currently composing a violin concerto for fiddle and orchestra. Find out more at her website www.zoeconway.com


Seán Keane from County Galway is decribed as the `greatest musical find of the 90`s` by `The London Independent`. Growing up in a family of singers and musicians, Seán learned the sean-nós style of singing from his mother and his aunts. Read more ...


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    County Donegal  
  Regionen und regionale Stilarten  
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  Source: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Author: Richard Schuberth  
 

„Bleak it may seem to a stranger - a wilderness among lands; but, wilderness or not, it is a country much beloved, a country to which men return from overseas gladly, and where many hearts in America, New Zealand, and Australia still hold fast their rocky anchorage.“

Stephen Gwynn (Highways and Byways of Donegal and Antrim, 1899)

Nicht nur tektonisch ähnelt der raue, abgelegene Nordosten Irlands dem schottischen Hochland, auch kulturell scheint das County Donegal - bei allen Differenzen - stark an Schottland gebunden, was sich grob auf drei Gründe zurückführen lässt: 1)Vorkoloniale Gemeinsamkeiten: Vor der englischen Kolonialisierung existierte von County Kerry bis Nordschottland ein gemeinsames keltisch-gälisches Kultursubstrat mit starkem Austausch. Durch die Anglisierung seit dem 16. Jahrhundert wurden gälischsprechende Regionen voneinander isoliert, Donegal blieb in stärkerem Kontakt mit der schottischen Hochlandkultur, sodass das Donegal-Gälisch auch noch heute mehr Gemeinsamkeiten mit dem schottischen Gälisch teilt als etwa das Connemara-Gälisch. 2) Der Einfluss protestantischer südschottischer Siedler, die seit dem 17. Jahrhundert in Nordirland angesiedelt wurden, u. 3) saisonale Arbeitsmigration von Donegal nach Schottland (vorzüglich in die städtischen Zentren) in unserem Jahrhundert. Was Instrumentalmusik betrifft, kommt noch ein vierter Grund hinzu: Die dominierenden Musikinstrumente Donegals waren stets die Fiddle u. der Dudelsack, u. zwar weniger die irischen Uilleann Pipes als die den schottischen Highland Pipes entsprechende píob mór. Deren Ornamentierungen u. Tonalität prägten wie in Schottland die Fiddlestile, während sich Geigenstile südlich Donegals stärker an den komplexeren Uilleann Pipes orientierten. Die Pipes starben weitgehend aus, sodass einzig die Fiddle der Musik Donegals ihr Gepräge gibt. Stilistisch bildet diese mit dem benachbarten Nordirland ein Substrat, treibt dessen Charakteristika etwas ins Extrem: Ein wilder sehr dynamischer, unverspielter Fiddlestil, bei dem jeder Ton mit einem langen Bogenstrich gespielt wird (single stroke bowing) und der wenige Verzierungen zulässt außer dem Staccato-Triplet. Lediglich die Fiddler um die Ortschaft Teelin, beeinflusst von den fahrenden Geigern McConnell, pflegten komplexere Ornamente. Mit dem südirischen County Kerry (siehe County Kerry & Sliabh Luachra) teilt sich Donegal das Zusammenspiel der Fiddles in parallelen Oktaven, was einen volleren Ton ergibt. Neben Reels, Jigs u. Hornpipes existiert im Tanzrepertoire Donegals der Highland, eine „Rückübersetzung“ des komplexen schottischen Strathspey in einen tanzbaren rhythmisch stärker akzentuierten Reel, was ihn dem ursprünglichen Strathspey ähnlich macht, wie er noch im kanadischen Cape Breton gepflegt wird. Überhaupt ähneln sich die wilden Fiddlestile Cape Bretons u. Donegals frappant. Weitere Unikate dieser Region sind die Barndances u. die Mazurca. Große Fiddler-Originale mit teilweise regional voneinander abweichenden Stilen sind Francie & Mickey Byrne aus Kilcar, Vincent Campbell von den Blue Stack Mountains, James Byrne aus Glencolmcille, Con Cassidy aus Teelin u. Prionsias Ó Maonaigh aus Gweedore. Sein höchstes Raffinement erhielt der Donegal-Stil jedoch durch John Doherty (1900-1981), dessen Spiel stärker an Dudelsacktechniken angelehnt war u. durch seine Individualität weit über regionale Besonderheiten hinauswies. Diese Quelle seltener Tunes stammte aus einer alten Familie wandernder Zinnschmiede. Die wandernden Schmiede stellten seit Jahrhunderten die besten Fiddler Donegals. Auch die Revival-Fiddler Dermot McLaughlin, Tommy Peoples u. Paddy Glackin stammen aus Donegal u. wurden in dessen Musik sozialisiert, erweiterten aber ihr Repertoire u. sind regional nicht mehr einordenbar. In den letzten zehn Jahren erlebt der Donegal-Stil eine Renaissance. Erwähnenswert ist auch eine spezifische Variante des Seán-Nos-Gesangs, wie er im Gaeltacht Donegals gepflogen wird. Erstaunlich, dass gerade die modernsten Elemente des irischen Folk-Revivals aus dieser peripheren Region stammen. Die Geschwister Brennan u. Dugan schufen Anfang der 70er Jahre mit Clannad, die Geschwister Ó Domhnaill mit Skara Brae Bands, die alte gälische Lieder in moderne Soft-Jazz-Arrangements verpackten. Zu dieser Kategorie gehört auch der Sänger Seoirse Ó Dochartaigh. Die Supergruppe Altan mit Fiddlerin u. Sängerin Mairéad Ní Mhaonaigh u. dem genialen Fiddler Ciarán Tourish aus Buncrana verbinden deren Liedkonzept mit der bislang kraftvollsten u. technisch ausgefeiltesten Interpretation der Tanzmusik Donegals. Altan sind mittlerweile internationale Stars u. haben den Donegal-Stil in zeitgenössischem Gewand ins 21. Jahrhundert hinübergerettet.