|
|
Alistair Anderson, geboren am 18.März 1948 in Wallsend, Tyne and Wear, England, gilt als einer der profiliertesten Button Accordion-, Concertina- und Northumbrian Pipes-Spieler und darüber hinaus als einer der wichtigsten und stilprägendsten Folk-Komponisten Großbritanniens. Als Interpret englischer, schottischer und irischer Tunes gehört sein Hauptinteresse den musikalischen Besonderheiten seiner Herkunftsregion Northumberland. Seit den 60er Jahren sorgte er mit der legendären Revival-Formation High Level Ranters dafür, dass die eigenständigen und reichhaltigen musikalischen Traditionen des englisch-schottischen Grenzlandes das Profil des britischen Folk-Revivals mitprägten. Er ist einer der raren Musikanten, welche die English Concertina in Ehren halten. Als Piper sieht er sich in erster Linie von Billy Pigg (1902-1968) beeinflusst. Seine früheren Solo-LPs sind interessante Lehrstücke und eher traditionell gehalten. Mit Steel Skies schlägt er 1981 die Brücke von der zu dieser Zeit etwas stagnierenden anglo-schottischen Folk-Szene zu den instrumentalen Experimenten, wie sie gleichzeitig von irischen und einigen schottischen Innovatoren vorbereitet werden. Das Album besteht aus langen suiteartigen Sets aus Eigenkompositionen: traditionelles Idiom mit Jazzeinflüssen. Wer meint, dass Kathryn Tickell in der nordenglischen „New-Acoustic-Music-Szene“ die Avantgarde eingeleitet hat, der sollte sich die Platten anhören, die ihr Mentor seit Skeel Skies herausgebracht hat. Seine Kompositionen zählen zu den gefragtesten und ein beträchtlicher Teil der Tunes, die K.Tickell und ihre Band mit unnachahmlichen Drive & Swinginterpretieren, stammen von Alistair Anderson. Ende der 80er Jahre gründet er die Band Syncopace und nimmt 1991 ein gleichnamiges Album auf. Neben Penny Callow (cello), Martin Dunn (flute, t-wh, piccolo), mit denen er bereits in der Steel Skies Band zusammengearbeitet hat, waren dabei auch Gitarrist Ian Carr und der schottische Ex-JSD-Fiddler Chuck Fleming mit von der Partie. 1988 gründete er die Agentur Folkworks, die sich verstärkt der Musik des englischen Nordostens, aber zunehmend auch anderen Traditionen annahm. Zudem etablierte Alistair Anderson das Rothbury Traditional Music Festival. |
|