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Mary Black's distinguished career has spanned over 25 years from her early days in Dublin folk clubs through ever-escalating success with seven platinum solo albums. Read [more]


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    Cello  
  Artikel zu Instrument  
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  Source: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Author: Richard Schuberth  
 

Auf der Suche nach neuen Klangfarben und neuen Effekten ist der britische und keltische Folk (in allen seinen heterogenen Ausprägungen) auch auf das Cello bzw. das Violoncello mit seinem warmen, weichen Klang und tiefen Tonspektrum gekommen. Dabei kann das Cello durchaus auf eine eigene Karriere in der traditionellen Musik zurückblicken; in einer Zeit, als Volksmusik und sog. klassische Musik noch gemeinsame Wege beschritten oder sich trotz zunehmender Ausdifferenzierung gegenseitig befruchteten. Das Zentrum des traditionellen Cellospiels war das Schottland des 18. Jahrhunderts, wobei wie sonst auch in der Musik der Zeit die Tenor-Viola da Gamba mit dem Tenor-Violoncello um die Gunst des Publikums konkurrierte. Während James Oswald in seiner Curios Collection of Scots Tunes (1740) noch die „bass viol“ (Viola da Gamba) erwähnt, wurden in William McGibbons Collection of Scots Tunes (1742) und Barsantis Collection of Old Scots Tunes (1742) nur noch Begleitlinien für das Violoncello notiert. Eingesetzt wurden diese Geigentypen lediglich als Begleitinstrumente zur immer populärer werdenden Violine/Fiddle. Die Kombination Fiddle und Cello (seltener auch Kontrabass) ist für die schottische Tanzmusik des 18. Jahrhundert häufig belegt, besonders in den Regionen Central Highland und Breadalbane, wo Geigenmusik nicht nur erst gegen die Dominanz der Highland Pipes ankämpfen musste, sondern auch durch Fiddler wie Niel Gow (1727-1807) ihr bis dato größtes Raffinement erfuhr. Das berühmteste Zeugnis dieser Kombination liefert das Gemälde The Highland Wedding von David Allen (1744-96), das Niel Gow an der Fiddle und seinen Bruder David am Cello als Musiker einer Freilufttanzerei darstellt. Im Hintergrund sitzt auch ein Dudelsackspieler, der jedoch pausiert und sich mit Ale vollaufen lässt, während die Gows aufspielen, ein Indiz vielleicht, dass die Kombination dieser Instrumente erst dem Celtic Folk-Revival der 70er Jahre vorbehalten blieb. Möglicherweise lässt sich die Popularität des Cellos in Schottland auf die Auftritte des weltberühmten Cellisten Lorenzo Bocchi in Edinburgh um 1720 zurückführen. Es war der Schotte John Gunn, der schließlich das Standardwerk The Theory and Practice of Fingering the Violoncello (1793) verfasste. Für die irische traditionelle Musik dieser Zeit gibt es Belege für das Cellospiel, jedoch weitaus weniger als aus Schottland. In den letzten 20 Jahren fetten melancholische Celloharmonien zunehmend die immer kunstsinnigeren Arrangements des irischen Instrumentalfolk auf. Ein Pionier hierin war der Multiinstrumentalist Jolyon Jackson (1951-1985), der z.B. bei der Hornpipe The Home Ruler den Chieftains auf ihrem 9.Album den Klang seines Cellos beisteuerte. Am häufigsten im irischen Folk ist jedoch das Cellospiel von Neil Martin, dicht gefolgt von Claire O’Donoghue (Lá Lugh, The Bowhouse Quintet) und Adele O’Dwyer (Dé Dannan) präsent. In Schottland nehmen Ron Shaw (Cauld Blast Orchestra), Abby Newton und Wendy Weatherby (Calluna) eine ähnliche Stellung ein. Weit außerhalb des engeren Rahmens traditioneller Musik wäre hier das hochindividuelle Spiel der Engländerin Kathryn Locke zu erwähnen, in dem sich Einflüsse von Jazz, Klassik und traditioneller Musik ergänzen. Ob als Partnerin von Jo Freya, als Mitglied von Scarp, der Token Women Band oder im Duett mit Tanera Dawkins (The Chainsaw Sisters), stets reizt sie die Grenzen des an diesem Instrument Möglichen aus, indem sie die Saiten oft fast gleichzeitig zupft, streicht oder anschlägt, wodurch sie ein besonders perkussives Spiel zustandebringt.